Fragen Sie jeden Flottenverantwortlichen, wo sein größter vermeidbarer Kostenfaktor liegt, und die ehrlichen werden dasselbe sagen: die Kilometer, die ihre LKW ohne Ladung fahren. Leerfahrten kosten Kraftstoff, Fahrerstunden und Fahrzeugverschleiß, ohne einen Cent Umsätze zu generieren.
Der Verband der Automobilindustrie schätzt, dass rund 28–32% der Schwerverkehrskilometer in Europa leer gefahren werden. Für einen Betrieb mit 10 LKW und durchschnittlich 4.000 km/Monat pro Fahrzeug bedeutet das 12.000–15.000 km reiner Kostenkilometer monatlich. Bei 0,45 €/km Betriebskosten sind das über 6.000 € pro Monat, die zurückgewonnen werden könnten.
Drei Hebel zur Leerfahrtenreduzierung
1. Aktive Frachtbörsen-Integration
Wenn Ihr Dispositionssystem direkt mit Frachtbörsen (DAT, TimoCom, Truckstop) verbunden ist, erscheinen Rückfrachtmöglichkeiten in Ihrer Dispositionsansicht, sobald eine Lieferungs-ETA bestätigt wird — nicht nachdem der Fahrer anruft. Der Disponent kann eine Rückfracht buchen, während der Fahrer noch die Lieferpapiere unterschreiben lässt.
2. Mehrstopps-Routenoptimierung
KI-gestützte Routenoptimierung sequenziert nicht nur vorhandene Aufträge — sie identifiziert Abhol-Liefer-Kombinationen, die den Leeranteil über das gesamte Dispositionsbrett minimieren. Ein System, das gleichzeitig über 8 LKW optimiert, findet Kombinationsrouten, die kein Disponent manuell berechnen kann.
3. Echtzeit-ETA-Sichtbarkeit
Leerfahrtenreduzierung erfordert zu wissen, wann und wo LKW verfügbar werden. GPS-Tracking mit präziser ETA-Vorhersage gibt Disponenten ein 60–90-Minüten-Fenster, um Rückfrachten zu sichern, bevor der Fahrer leer wird.
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